Wie heißen Sie?
Marcel Paatsch

  • Was ist Ihr erlernter Beruf?

Momentan besuche ich die 10.Klasse des Gymnasium Julianum in Helmstedt

  • Wie lange sind sie schon Schiedsrichter

Ich habe meine Schiedsrichterprüfung im Herbst 2013 bestanden

  • Wie sind sie gerade auf dieses Hobby gekommen?

Ich habe mir beim Fußballtraining den Arm gebrochen und daraufhin die Abschlussspiele nach dem Training gepfiffen, was mir wahnsinnig Spaß gemacht hat. Anschließend habe ich mich entschieden Schiedsrichter zu werden

  • War es schwierig, für sie Schiedsrichter zu werden?

Eigentlich nicht, ich habe nur einen Lehrgang absolviert, welchen ich bestanden habe. Nun muss ich aufgrund meiner Mitgliedschaft im Schiedsrichtertalentkader 2-3 mal im Jahr einen praktischen Lauftest sowie eine schriftliche Regelprüfung absolvieren.

  • Wieso haben Sie sich gerade für das Amt des Schiedsrichter entschieden?

Es gibt aus meiner Sicht nichts schöneres als auf dem Platz zu stehen und für ein faires Spiel zu sorgen. Ich trage gerne Verantwortung. Außerdem bringt es mir viele Vorteile, da ich so auch lerne mit schwierigen Situationen umzugehen, was mich auch privat sehr fördert.

  • Ist es für sie etwas Besonderes, Schiedsrichter zu sein?

Ja, da man als Schiedsrichter oft Einzelkämpfer ist und sich behaupten muss. Leider gibt es auch aufgrund der Vorfälle auf manchen Sportplätzen , gerade in unteren Ligen, sehr wenig Schiedsrichter, was das Amt des Schiedsrichters aus meiner Sicht noch interessanter macht.

  • Beeinträchtigt die Tätigkeit als Schiedsrichter Ihr Privatleben?

Ja, da ich, wie bereits angedeutet, dadurch sehr viele Vorteile habe, natürlich steht dort als erstes die persönliche Weiterentwicklung welche mir im Leben sehr hilft. Zudem lernt man sehr viel für seinen weiteren Lebensweg, wie das Lernen mit hitzigen Situationen am besten umzugehen. Ebenfalls bin ich belastbarer geworden.

  • Üben Sie eine weiter ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich Fußball aus?

Nein aufgrund meines jungen Alters übernehme ich außer der Schiedsrichterei momentan keine weiteren Tätigkeiten in meinem Verein und im Niedersächsischen Fußballverband.

  • Was war ihr Größtes Erlebnis?

Hier kann ich mich nicht für ein Ereignis entscheiden, natürlich bin immer Stolz wenn ich für besonders wichtige Spiele eingesetzt werde. So zählen die SuperCoup Endspiele der Vergangenen Saison zu meinen persönlichen Highlights, da ich dort sogar zwei entscheidende Spiele leiten durfte.

  • Nachdem die Heim-Mannschaft das 1:0 erzielt hat, gibt der Schiedsrichter den folgenden Anstoß für die Gäste mit Pfiff frei. Die Heim-Mannschaft erobert jedoch sofort den Ball und schießt diesen auf das Tor der Gäste. Als der Ball auf das leere Torzurollt, bemerkt der Schiedsrichter, dass die Gast-Mannschaft keinen Torwart auf dem Platz hat, da dieser sich bei der Torerzielung zuvor verletzt hat und seitdem noch verletzungsbedingt gepflegt wird. Dazu befindet er sich außerhalb des Felds seitlich neben seinem Tor. Wie reagiert der Schiedsrichter?

Schiedsrichter-Ball. Hier liegt ein Fehler des Schiedsrichters vor. Er unterbricht sofort das Spiel. Da sich der Torwart schon bei der Torerzielung verletzt hat, hätte der Schiedsrichter diese verletzungsbedingte Behandlung erkennen müssen. Ohne Torwart auf dem Feld hätte es keine Spielfortsetzung mit Anstoß geben dürfen

Seite zuletzt aktualisiert am: 23.09.2016

Regionale Partner