09.01.2016

Jungschiedsrichter aus dem NFV Kreis Helmstedt nehmen an Schiedsrichterturnier in Hannover teil!
– Bundesligaschiedsrichter zum anfassen!

von Emanuel Lohse

Schiedsrichter können nicht nur Spiele leiten, dieses bewiesen die 43. Mannschaften, die aus ganz Niedersachsen nach Hannover zum 34. Jungschiedsrichterturnier des NFV angereist waren, unter ihnen auch eine Mannschaft aus dem NFV Kreis Helmstedt.

In teils packenden und hochklassigen Spielen lieferten die jungen Unparteiischen, die maximal bis zum Jahrgang 1997 mitspielen durften, den eindeutigen Beweis, dass das Klischee des untalentierten Schiedsrichters der beim Treten gegen den Ball zwei linke Füße hat nicht stimmt. In einem spannenden Finale gewann am Ende die Mannschaft des Gastgebers Hannover Stadt I von der Mannschaft aus dem Kreis Verden das prestigeträchtige Turnier.

Die Mannschaft aus dem Kreis Helmstedt, schied leider schon in der Vorrunde aus. Die Spieler die sich aus dem gesamten Kreisgebiet Helmstedts zusammensetzten, kamen allerdings im gesamten Turnierverlauf ohne ein einziges Foul aus und vertraten ihren Kreis würdig, hochmotiviert, fair und engagiert.

Ein ganz besonderes Highlight, war für die jungen Unparteiischen die Möglichkeit, sich mit den niedersächsischen 1., 2. und 3. Liga Schiedsrichtern hautnah zu unterhalten und gemeinsame Erlebnisse und Erfahrung auszutauschen. Die zunächst schüchterne Kontaktaufnahme, wurde dabei durch die persönlichen Kontakte und gemeinsamen Erfahrungen von Schiedsrichterlehrwart Florian Cacalowski zu einigen der Schiedsrichter erleichtert. Der Austausch wurde insbesondere mit Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus genutzt, ebenso wie mit Bundesligaschiedsrichter Florian Meyer, die die ein oder andere Anekdote aus ihren bisherigen Erfahrungen zum Besten gaben. Auch wurde die gemeinsame Zeit natürlich dazu verwendet, dass ein oder andere gemeinsame Bild zu machen oder einfach nur ein bisschen zu fachsimpeln

Am Ende waren sich alle teilnehmenden Unparteiischen einig, dass sie bei diesem Turnier viel mehr gelernt hatten, als das Schiedsrichter auch gut Fußball spielen können. So waren sie doch gerade den Menschen begegnet, die sie sonst nur aus dem Fernsehen kannten und obwohl sie Woche für Woche in der Kritik stehen, hunderte Kameras jeden Schritt genau begutachten und bestimmt genug Zeit für das Schiedsrichterwesen opfern, sich einfach die Zeit nahmen mit ihnen auch über Fehlentscheidungen zu sprechen und sogar einfach zugaben: ,, Ja da lag ich damals wirklich falsch und das hat mir sehr Leid getan, aber ich habe daraus gelernt und das passiert mir bestimmt kein zweites Mal!“. Denn die jungen Unparteiischen begriffen, dass wenn man Schiedsrichter ist, es egal ist ob du in der Bundesliga oder in der Kreisklasse pfeifst: Fehler gehören dazu, die Frage ist wie man mit ihnen umgeht und ob man die Chance, die Zeit und den nötigen Respekt, auch der Mannschaften bekommt, um daraus zu lernen und damit vielleicht irgendwann mal selber ein Bundesligaschiedsrichter zum anfassen zu werden.

Die Mannschaft von h.l.n.r.: Trainer Florian Cacalowski, Sebastian Bruns, Emanuel Lohse, Nils Ostendorp, Jasmin Werner, CoTrainer Joel Hannemann. v.l.n.r. Marcel Paatsch, Marcel Schildwächter, Silas Koßmann und Lorenz Knauder.

Seite zuletzt aktualisiert am: 23.09.2016

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